Informationen zum Kunstradfahren


Kunstradfahren erfordert ein hohes Maß an Konzentration, Gleichgewichtssinn, und Differenzierungsvermögen, und im Leistungssport einen sehr hohen Trainingsaufwand. Mentale und körperliche Fitness, aber auch Erfahrung sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg.

Die geographischen Schwerpunkte dieser Sportart sind in erster Linie im deutschsprachigen Raum und den angrenzenden Ländern zu finden, also in Deutschland (Hochburg mit über 10.000 Sportlern), der Schweiz, Österreich, Belgien, Frankreich und in großen Teilen Tschechiens.

In den Disziplinen 1er und 2er Kunstradsport der Männer und der Frauen werden Weltmeistertitel, im Juniorenbereich Europameistertitel vergeben.

In Deutschland gibt es nationale Meisterschaften für 4er und 6er Kunstradfahren.

 

Einer-KunstradfahrenKehrlenkerstand

Hierbei werden 30 Übungen in fünf Minuten gezeigt. Diese Übungen können einfache Grundelemente (rückwärtsfahren, Stillstand, …), statische Stände (z.B. auf Sattel und Lenker), statisch turnerische Elemente (z. B. Handstände, Stützwaagen, Vorhebehalten oder Stützgrätschen), Steiger (Übungen, bei denen nur auf dem Hinterrad gefahren wird), Drehungen bzw. Pirouetten (z.B. in einer Steigerposition auf dem Hinterrad), Übergänge (von einer Steigerposition zur anderen), translatorische Rotationen (z.B. Lenkerstanddrehung (über der Achse des Vorderrades), Drehsprung (um das Vorderrad), Sprünge und Hocken (z.B. Sprung vom Sattelstand zum Lenkerstand) sein.

 

 

Kehrreitsitzsteiger MühleZweier-Kunstradfahren

Die Kür besteht aus zwei Teilen. In einem Teil (meist der erste) fahren zwei Sportler/innen auf zwei Rädern, Übungen, die auch aus dem Einer-Kunstradfahren bekannt sind (z. B. Steiger). Die meisten Übungen werden dabei synchron präsentiert.

In dem anderen Teil nutzen die Sportler gemeinsam ein Rad; hierbei können ebenfalls gemeinsam Stände (z. B. einer steht auf dem Sattel, der andere auf dem Lenker) gezeigt werden, es kommen außerdem „Trageübungen“ (ein Sportler fährt bestimmte Übungsposition, der andere sitzt oder steht auf den Schultern) hinzu.

 

 

 

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